Rezension zu "Ich. Darf. Nicht. Schlafen." - S. J. Watson

Ich. Darf. Nicht. Schlafen.

von S. J. Watson


Taschenbuch: 560 Seiten

Verlag: FISCHER Taschenbuch

Erstausgabe: 23.08.2011
Aktuelle Ausgabe: 
21.02.2013

ISBN: 9783596512881

 

Erster Eindruck

Das Cover ist recht schön und zeigt, meiner Meinung nach, bereits mit dieser verschwommenen/nicht geraden Schrift, die Verwirrung, welche die Protagonistin im Roman empfand. Die Farben harmonieren sehr miteinander.

Der Klappentext ist gelungen und beschreibt kurz, was der Hauptstrang der Geschichte ist. Das Buch wird aus der Ich-Perspektive geschrieben.

 

Inhalt

 Ohne Erinnerung sind wir nichts. Stell dir vor, du verlierst sie immer wieder, sobald du einschläfst. Dein Name, deine Identität, die Menschen, die du liebst – alles über Nacht ausradiert. Es gibt nur eine Person, der du vertraust. Aber erzählt sie dir die ganze Wahrheit? Als Christine aufwacht, ist sie verstört: Das Schlafzimmer ist fremd, und neben ihr im Bett liegt ein unbekannter älterer Typ. Sie kann sich an nichts erinnern. Schockiert muss sie feststellen, dass sie nicht Anfang zwanzig ist, wie sie denkt – sondern 47, verheiratet und seit einem Unfall vor vielen Jahren in einer Amnesie gefangen. Jede Nacht vergisst sie alles, was gewesen ist. Sie ist völlig angewiesen auf ihren Mann Ben, der sich immer um sie gekümmert hat. Doch dann findet Christine ein Tagebuch. Es ist in ihrer Handschrift geschrieben – und was darin steht, ist mehr als beunruhigend. Was ist wirklich mit ihr passiert? Wem kann sie trauen, wenn sie sich nicht einmal auf sich selbst verlassen kann? 

(Quelle: Lovelybooks)

 

Eigene Meinung 

Das Buch beginnt mit "Heute" und wird recht lange weitergeführt mit dem Lesen des Tagebuches (, welches schon wochenlang geführt wurde) und folgend mit der Gegenwart. 

Anfangs muss ich zugeben, dass es recht schleppend war, aber dennoch schaffte es die Autorin Spannung spielend aufzubauen, indem sie immer wieder kleine (Un)-Wahrheiten thematisierte.

Sehr angetan hat mir das Thema: Amnesie. Zum einen wird das Thema auch recht medizinisch behandelt (wir erfahren von dem Therapievorgang) und dennoch auch, wie es der Protagonistin damit geht. Außerdem war die Auflösung sehr interessant, spannend und alles, was vorher nicht wirklich zusammengepasst hat, fügt sich ein wie ein Puzzle. 

 

 

Zusammengefasst

Christine, die durch ein Trauma an seltene Amnesie erkrankte, wacht täglich mit Unwissen auf und erinnert sich maximal an das Leben, bevor sie zwanzig Jahre alt war. Sie weiß nicht, wer der Mann, Ben, ist, der bei ihr wohnt und sagt er wäre ihr Ehemann, und versucht daher ihre Erinnerungen durch ein Tagebuch zu entnehmen, welches sie geheim führt. Denn auf der ersten Seite steht "Vertraue Ben nicht".

Die Autorin hat einen wunderbar flüssigen Thriller geschaffen, welches Thema Amnesie wunderbar thematisiert.

Das Ende ist sehr logisch und aufschlussreich, dennoch offen, aber alles, was vorher unlogisch erschien, wurde geklärt.

Diesem Buch gebe ich 5/5 Sternen.

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