Rezension zu "Der Märchenerzähler" - Antonia Michaelis

Der Märchenerzähler

von Antonia Michaelis


Gebundene Ausgabe: 448 Seiten

Verlag: Oetinger Taschenbuch

Erstausgabe: 01.01.2011

Aktuelle Ausgabe: 01.09.2013

ISBN: 9783841502476

Genre: Drama, Liebe

 

Erster Eindruck

Dieses Buch habe ich schon, ehrlich zugegeben, seit Monaten auf der „Leseliste/Wunschliste“, was auch immer… Denn ich habe mich nie wirklich getraut dieses Werk zu lesen, da es zum Einen ein wunderschönes Cover hat und zum anderen von so vielen positiven Rezensionen beworfen wird, dass ich schließlich Angst hatte zu große Erwartungen zu haben.

Dennoch hat mich nun wirklich der Wahnsinn geholt, sodass ich es nun wirklich las.

Zusammengefasst: Das Cover, der Klappentext und die Rezensionen sind einfach wunderbar, da gibt es nichts zum Bemängeln.

 

Inhalt

Abel Tannatek ist ein Außenseiter, ein Schulschwänzer und Drogendealer. Wider besseres Wissen verliebt Anna sich rettungslos in ihn. Denn es gibt noch einen anderen Abel: den sanften, traurigen Jungen, der für seine Schwester sorgt und der ein Märchen erzählt, das Anna tief berührt. Doch die Grenzen zwischen Realität und Phantasie verschwimmen. Was, wenn das Märchen gar kein Märchen ist, sondern grausame Wirklichkeit? Was, wenn Annas schlimmste Befürchtungen wahr werden?

(Quelle: Lovelybooks)

 

 

Eigene Meinung

Das Buch beginnt… ungewöhnlich. Ist im Generellen auch ungewöhnlich, wie ich zugeben muss. Aber das nicht im Negativen! Nicht einmal annähernd, denn es fängt an mit einer mehr oder weniger wichtigen Szene, welche man sich unbedingt im Kopf behalten sollte. Weiter geht es dann mit dem „Hauptroman“, welcher hauptsächlich von Annas Perspektive beschrieben wird (dennoch Erzählerpespektive). Zwar habe ich anfangs gedacht, dass eine nicht persönliche Sicht dem Buch Nachteile bringt, aber so war es nicht. Wunderbar poetisch und detailliert hat die Autorin uns die Geschichte von Anna und Abel erzählt.

Etwas ganz besonderes an diesem Buch ist auf jeden Fall dieses Märchen, das uns Abel erzählt. Denn dieses zieht sich durch die gesamte Geschichte und ist nicht so irrelevant und unlogisch wie man zuerst dachte.

Unter anderem ist es aber auch sehr wichtig zu erwähnen, dass dieses Buch, von dem Hauptplot her, einem Krimi sehr ähnelt, aber noch viel komplexer ist. Sowie, was mich wirklich überrascht hat war, dass Themen wie Drogen, Prostitution, Missbrauch in der Familie, … angesprochen wurde, was mich persönlich, zu einer guten Meinung erst Recht überzeugt hat.

 

Zusammengefasst

Abel, ein Drogendealer und Außenseiter der Schule. Anna, die Brave und Unschuldige. Nachdem sie eigentlich durch Zufall mehr von Abel erfährt und mitbekommt, baut sich Interesse und Neugierde auf. Ist Abel doch nicht dieser Unnahbare, sondern besitzt einen weichen Kern? Was hat es mit dem sonderbaren Märchen auf sich, welches er immer wieder seiner Schwester erfährt?
Das Buch ist wirklich wunderbar! Ich kann es allen empfehlen, die sich für Themen wie Prostitution, Drogen, Missbrauch interessieren, sowie nichts gegen komplexe Geschichten haben, aber auch vor einer kleinen Liebe nicht zurückschrecken.

 

Diesem Buch gebe ich 5/5 Sternen.

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